Die Herolde von Sehusa
 
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Die Herolde

as Wort Herold, im 14. Jahrhundert als heralt in die mittelhochdeutsche Sprache eingegangen, kommt zunächst aus dem altfranzösischen héraut, hiraut. Letzteres geht auf das althochdeutsche hariowalt ("Heerwalter") zurück. Der Herold war im Mittelalter ein offizieller Bote eines Lehnsherrn, eine Vorform des Diplomaten. Herolde waren Kenner des einschlägigen Rechts (Anfänge des Kriegs-, Urkunden- und Staatsrechts). Sie genossen diplomatische Immunität und waren an einen eigenen Ehrenkodex gebunden, der das Tragen von Waffen oder das Ausspionieren gegnerischer Stellungen verbot. Die Herolde waren u. a. verantwortlich für die Identifizierung der Ritter anhand ihrer Wappen im Turnier bzw. im Krieg. Zu diesem Zweck wurden Wappenrollen aufgezeichnet, die die Unterscheidung von Wappen erleichterten. Diese Verzeichnisse waren in einer besonderen Fachsprache abgefasst, die eine eindeutige Beschreibung, das Blasonieren (von französisch blason - Wappen), erleichterte. Der Gehilfe und die Vorstufe zum Herold ist der Persevant (von frz. poursuivant = der (dem Herold) Nachfolgende; Amtsanwärter). Herolde besaßen meist Fanfaren oder Trommel, mit denen sie sich ankündigten oder um Gehör baten, um Mitteilungen zu verkünden.

Wappenschau: Herolde blasonieren die Helmzier der Turniergesellschaft um 1483
© Wikipedia

b dem 12. Jh. trat diese Personengruppe deutlicher in Erscheinung  und sie nahmen auf Grund ihrer Wappenkenntnisse wichtige Aufgaben als Beobachter bei kriegerischen Auseinandersetzungen, als Sachverständige im ritterlichen Turnier oder als Kuriere im diplomatische Auftrag war. Die Heraldik (auch Heroldskunst), abgeleitet von dem Wort Herold, bedeutet Wappenwesen und umfasst die Bereiche Wappenkunde, Wappenkunst und Wappenrecht. Wichtige Grundlagen für die historische Heraldik bilden neben wenigen erhaltenen Originalschilden und Siegel, auch Wappenverzeichnisse der Herolde, die sie auf Grund ihres Amtsbereiches oder zu besonderen Anlässen angelegt hatten. In den Dichtungen der Minnesänger werden diesen Personen als Garzune (frz. garcons), Krogierer (Ausrufer) oder Knappen von den Wappen bezeichnet und dem fahrenden Volk zugerechnet.

© wikipedia: Wormser Turnier 1487 (Phantasiedarstellung) aus Mair, Paul Hector

 

 

 
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Höret, höret

Ihr lieben Leute gebet acht, was Euch der Herold kundbar macht:

 Seelenfänger 1 *
 Seelenfänger 2 *
 Seelenfänger 3 *
 Seelenfänger 4 *
 Seelenfänger 5 *
 Seelenfänger 6 *